Chronische Herzinsuffizienz
Die chronische Herzinsuffizienz ist heute eine der führenden Krankheiten in der westlichen Welt im Hinblick auf Epidemiologie, sozialen und ökonomischen Stellenwert.
Epidemiologische Daten zeigen dabei, dass die Prävalenz der chronischen Herzinsuffizienz trotz verbesserter medizinischer Versorgung weiter ansteigt.
Aufgrund von großen epidemiologischen Studien geht man davon aus, dass ca. 2% der Bevölkerung an einer Herzinsuffizienz leiden.
Die Herzinsuffizienz ist ein Syndrom, das durch belastungsabhängige Dyspnoe und Flüssigkeitsretention gekennzeichnet ist. Sie ist die gemeinsame Endstrecke aller Herzerkrankungen. Geht die Herzinsuffizienz auf eine irreversible Einschränkung der myokardialen Pumpfunktion zurück, sinkt die Lebenserwartung rapide. Nach einem ersten stationären Aufenthalt aufgrund einer manifesten Herzinsuffizienz liegt die mediane Lebenserwartung unter 2 Jahren. Weil die Prognose der symptomatischen Herzinsuffizienz so schlecht ist, ist es erforderlich, frühzeitig erworbene Risikofaktoren zu identifizieren und rechtzeitig präventive Maßnahmen zu ergreifen. Die Lösung, quasi die moderne Innovation, besteht aus einer Kombination von präventiven Maßnahmen und dem Einsatz von differenzierten telemedizinischen Monitoringverfahren als Therapieansatz, schon nach der Diagnosestellung und noch im asyptomatischen Anfangstadium der chronischen Erkrankung.
Die Ziele und wesentlichen Schwerpunkte der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke und die damit verbundene Stiftungsarbeit sind insbesondere:
die intensive Erforschung chronischer Krankheitsbilder, wie zum Beispiel:
- Hypertonie
- Diabetes mellitus
- Asthma / COPD
und den medizinischen Folgen, wie zum
Beispiel:
- Herzinsuffizienz
- Stroke / Schlaganfall
- Herzinfarkt
mit dem Ziel die Versorgungs- und Behandlungsqualität der betroffenen Patienten zu verbessern.
Ein weiterer Schwerpunkt der Stiftungsarbeit wird, mit Unterstützung der fachlichen Expertise der Stiftung darin bestehen, lokoregional und flächendeckend Netzwerkstrukturen zu etablieren, um
- chronische Krankheiten, insbesondere
chronische Herzerkrankungen und deren Komplikationen
zu vermeiden und die Lebensqualität der betroffenen
Menschen zu erhöhen
- Integration der Patientenversorgung
durch strukturierte Unterstützung und Vernetzung
der unterschiedlichen Leistungserbringer ( Präventionseinrichtung,
Hausarzt, Facharzt, Kompetenzzentrum/Spezialambulanz,
Krankenhaus, Rehabilitation ) zu fördern
- konsequente Anwendung von gesicherten
medizinischen Erkenntnissen, die sich auf evidenz-basierte,
leitlinien-konforme Grundlagenprogrammen stützen
und von den Fachgesellschaften empfohlen werden zu
etablieren
- den Einsatz moderner Verfahren /
Telemedizin und elektronische Patientenakte umzusetzen
und in die medizinischen Versorgungsstrukturen zu implementieren.
Diese Elemente führen dazu, dass die verschiedenen Aspekte der persönlichen telemedizinischen Versorgung von zum Beispiel „Herzinsuffizienz – Patienten“ zu einer verbesserten Lebenssituation verhelfen.
Durch umfassende Information und begleitende Schulungselemente, die für den Patienten den Umgang mit der eigenen Erkrankung angstfreier ermöglichen, hilft die Überlebenszeit zu steigern und die Lebensqualität maßgeblich zu erhöhen.
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